Was ist PAM & wie kann ich damit Daten schützen? 

Die Digitalisierung im Mittelstand schreitet zunehmend voran und immer mehr deutsche Unternehmen nutzen vermehrt Homeoffice oder verlagern den Kern ihrer gesamten Geschäftstätigkeit ins Internet. Im gleichen Verhältnis erhöht sich jedoch auch die Anzahl von Pressemeldungen über Probleme mit der IT-Security. 

Immer wieder gelangen Daten von Unternehmen unbeabsichtigt an die Öffentlichkeit und sorgen teilweise für erhebliche finanzielle Schäden und Imageprobleme. Datenlecks, Erpressungen und unklare Zugriffsrechte verbrennen daher nicht nur Geld, sondern bremsen auch die Digitalisierung aus.  

Durch PAM (Privileged Access Management) lassen sich diese Gefahren in Ihrem Unternehmen eindämmen. 

In diesem Artikel beantworten wir Ihnen die Frage: Was ist PAM? Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Sie PAM in Ihr Unternehmen integrieren können und warum bzw. in welchen Branchen das sinnvoll ist.

Was ist ein Privileged Account? 

Ein Privileged Account (PA) beschreibt ein Konto mit erweitertem Zugriffsrecht auf Daten in Ihrem Unternehmen, die nicht frei zugänglich sind. So können Sie beispielsweise Kundendaten nur für bestimmte Mitarbeiter freigeben, indem Sie diesen einen Privileged Account erstellen. 

Was sind mögliche Beispiele für einen Privileged Account? 

Nehmen Sie an, dass Ihr Unternehmen Produkte oder Dienstleistungen herstellt und hierfür auf eine Software angewiesen ist. Je nach Abteilung benötigen Ihre Mitarbeitenden unterschiedliche Zugriffsrechte:

  • Ihre IT-Abteilung wird in der Regel immer wieder Veränderungen an der Software oder der Website vornehmen, um diese auf die aktuellen Gegebenheiten anzupassen – die Mitarbeiter brauchen also die entsprechenden Zugangsrechte.  
  • Mitarbeitende in der Finanzabteilung benötigen Zugriff auf die Konten Ihrer Firma und müssen Einsicht in die Finanzdaten haben. Auch hierfür sollte ein individueller Zugriff eingerichtet werden. 

In beiden Fällen handelt es sich um privilegierte Konten bzw. Privileged Accounts, die mehr Zugriffsrechte besitzen als andere Nutzerprofile. Sie können hierfür beispielsweise ein Superuser-Konto errichten, das ein Zugriffsrecht auf die Software bzw. die Buchhaltung hat und diese bearbeiten und verändern kann. 

Am einfachsten verwalten Sie diese Konten mit einem PAM System, denn selbstverständlich sollten nicht alle Ihre Arbeitnehmer die Möglichkeit haben, auf diese Bereiche zuzugreifen. So beugen Sie einerseits schwerwiegenden Fehlern vor und sichern sich darüber hinaus gegen Cyberkriminalität ab. 

Was versteht man unter PAM? 

Unter    Privileged Access Management (kurz PAM) versteht man eine Sicherheitslösung, welche die Zugriffsrechte innerhalb Ihres Unternehmens steuert. Hierbei werden privilegierte Konten eingerichtet, sodass nur jene Personen Zugriff auf kritische Daten haben, die diesen Zugriff benötigen. Damit dient das PAM der Kontrolle, Sicherheit und Transparenz innerhalb Ihres Unternehmens. 

Welche Bausteine benötige ich für PAM? 

Sie fragen sich vielleicht: „Was ist bei PAM eigentlich das Ziel?“ Im Grunde ist PAM eine Software oder ein System, das Ihnen die Steuerung und Kontrolle von Zugriffsrechten ermöglicht. Zudem werden befähigt es Sie, Tätigkeiten und Aktivitäten nachzuvollziehen und bei Bedarf zu überprüfen. 

PAM hilft Ihnen vereinfacht gesagt bei der Beantwortung folgender Fragen: Wer hat was, wann, warum und wo getan? 

Um ein funktionierendes PAM in Ihrem Unternehmen zu installieren, benötigen Sie drei Bausteine: 

  1. Klare Aufgabenteilung & Zugriffsrechte: Damit Sie unberechtigte Personen von der Nutzung der Daten ausschließen können, sollten Sie wissen, welche Personen berechtigt sind. Deshalb müssen Sie zunächst bestimmen, welche Personen die Daten wirklich für ihre Arbeit benötigen. Diese Zuordnung der Zugriffsrechte können Sie entweder abteilungsweise oder aufgabenspezifisch vornehmen. 
  2. Multi-Faktor-Authentifizierung: Damit der Ausschluss von Personen gewährleistet werden kann, sollten Sie ausreichende Schutzmaßnahmen in Ihrer PAM Software einrichten. Durch eine Multi-Faktor-Authentifizierung können Sie gewährleisten, dass die digitalen Identitäten Ihrer Mitarbeiter nicht gestohlen werden. 
  3. Berichterstattung & Kontrolle: Zuletzt sollte Ihre PAM-Lösung dazu in Lage sein, detaillierte Berichte zu erstellen und eine Kontrolle gewährleisten. Schließlich müssen Sie in Erfahrung bringen, wie qualitativ die PAM Lösungen funktionieren und welche Optimierungspotenziale es gibt. 

Warum PAM? 

In Zeiten digitalisierter Infrastrukturen und Geschäftsmodelle ergeben sich neue Risiken. Damit Sie Ihr Unternehmen vor versehentlichem oder kriminellem Datenmissbrauch schützen können, benötigen Sie effiziente  Sicherheitslösungen. Durch das Privileged Access Management (PAM) können Sie Datenabflüsse verhindern und präventiv Ihre IT Security optimieren. 

Welche Vorteile bietet mir Privileged Access Management?

Angesichts der steigenden Anforderungen an die IT-Sicherheit entscheiden sich immer mehr Kunden für PAM. Doch was ist der Grund für eine Implementierung von PAM und welche Vorteile sind entscheidend? 

  1. Nachvollziehbarkeit & Fehler identifizieren

Die Arbeit an komplexen Softwaresystemen läuft nicht immer ohne Probleme ab. Bei der Bearbeitung der Software kann es zu unbeabsichtigten Veränderungen kommen, welche die Funktionsfähigkeit des gesamten Betriebsablaufs einschränken. 

Durch PAM können Sie in einem solchen Fall die letzten vorgenommenen Schritte nachvollziehen, den Fehler identifizieren und ihn schnell beheben. Je digitalisierter Ihr Unternehmen und Ihr Geschäftskonzept sind, desto wichtiger ist diese Funktion. 

  1. Sicherheit & Erfüllung von Compliance-Anforderungen

Erpressungen, Daten- und Identitätsdiebstahl – die Liste an Sicherheitsproblemen wird zunehmend länger. Immer mehr Unternehmen im Mittelstand müssen am eigenen Leib erfahren, wie gravierend die Folgen sein können. 

Durch PAM schließen Sie ein großes Einfallstor für Cyberkriminelle und reduzieren erheblich das Risiko eines unberechtigten Zugriffs auf Ihre Daten. Dadurch erhöhen Sie nicht nur die Sicherheit, sondern erfüllen durch den erhöhten Schutz auch leichter Compliance-Anforderungen.

  1. Klare Zugriffsrechte & Zuständigkeiten

Unklare Zugriffsrechte kosten Zeit, Geld und Sicherheit. Falls Ihre Mitarbeitenden mit zu wenig Zugriffsrechten ausgestattet sind, können Sie Aufgaben nicht ausführen und müssen auf die Genehmigung der Vorgesetzten oder der IT-Abteilung warten. 

Sind sie dagegen mit zu vielen Zugriffsrechten ausgestattet, unterminiert dies die Funktionsweise des PAM und das System wird anfälliger für externe und interne Datenlecks. 

Aus diesem Grund ist ein sogenanntes Active Directory (also eine individualisierte Zuteilung von Zugriffsrechten) wichtig. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass Ihr PAM optimal funktioniert und die Zugriffsrechte passgenau zugewiesen werden. 

Was sind die Herausforderungen bei einer Privileged Access Management Software?

Falls PAM für Sie ein neues Konzept ist, sollten Sie wissen, welche Herausforderungen mit dieser Lösung einhergehen. Auf diese Weise vermeiden Sie Ineffizienzen bei der Implementierung. Zur Verdeutlichung haben wir ein fiktives Fallbeispiel erstellt. 

Das Unternehmen Frachtgut GmbH möchte eine PAM Privileged Access Management Lösung integrieren. Dies stellt die Geschäftsführerin Hannah vor verschiedene Herausforderungen: 

  1. Herausforderung: Was ist die beste Verteilungsmöglichkeit von Zugriffsrechten bei PAM? 

Zunächst sollen individuelle Zugriffsrechte zugeteilt werden. Da die Zugriffsrechte bisher jedoch noch nie klar abgegrenzt und zugewiesen wurden, bringt dies einen erhöhten Zeitaufwand für Hannah mit sich. 

In einem solchen Fall empfehlen wir das „Principle of least Privilege“. Diesem Prinzip folgend verteilt Hannah nur jene Zugriffsrechte, die unbedingt für die Arbeit der betreffenden Personen notwendig sind. Schließlich dient die Einführung von PAM dazu, das Einfallstor für unberechtigten Zugriff zu schließen.  

Daher stellt sich die Frage, was ist ein PAM wert, wenn Sie die Zugriffsrechte zu großzügig verteilen? Nicht viel! Aus diesem Grund ist es sinnvoller, zunächst auf Nummer Sicher zu gehen und Ihren Mitarbeitern besser zu wenige als zu viele Zugriffsrechte zuzugestehen.

Falls sich im Nachhinein herausstellt, dass einzelne Mitarbeiter weitere Zugriffsrechte benötigen, können Sie diese schnell zuweisen. Falls Sie dagegen zu viele Zugriffsrechte verteilt haben, fällt dies oftmals erst bei einem Zwischenfall (bspw. ein Datenleck) auf. 

Hannah spricht daher direkt mit den Abteilungsleitern über die genauen Aufgaben der jeweiligen Mitarbeitenden und lässt die IT-Abteilung die Zugriffsrechte entsprechend verteilen. 

  1. Herausforderung: Was ist bei der Passwortvergabe beim PAM zu beachten? 

Nachdem Hannah die Zuständigkeiten und Zugriffsrechte klar verteilen konnte, steht sie vor dem nächsten Problem: Was ist ein gutes Passwort beim PAM? Schließlich benötigen alle Nutzer ein eigenes Kennwort, das die verknüpften Zugriffsrechte vor Fremdzugriff schützt. 

Abhängig von der Unternehmensgröße können hierfür verschiedene Lösungen gewählt werden. Je größer das Unternehmen, desto teurer und aufwendiger ist in der Regel das Passwortsystem. Häufig werden regelmäßige Passwortrotationen angewendet, um die Identitäten zu schützen. 

Allerdings können hiermit auch verschiedene Herausforderungen einhergehen. Bei der häufigen Aktualisierung und Rotation ist das Risiko hoch, dass Arbeitnehmer das aktuelle Passwort vergessen. Dies führt zu Zusatzarbeit und es werden Ressourcen verschwendet, die Sie an anderer Stelle besser einsetzen können. 

Aus diesem Grund empfehlen wir in der Regel eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (bspw. durch ein Passwort und einen SMS-Code). Diese sorgt für ein angemessenes Maß an Sicherheit, ohne zu viele Ressourcen zu binden und zu viele Probleme zu verursachen. 

Bei unseren PAM Security Lösungen verwenden wir den gleichen Ansatz und auch Hannah entscheidet sich für diese Lösung. 

Für welche Branchen ist PAM besonders geeignet? 

In den letzten Jahren haben wir unsere Lösungen immer weiter optimiert. Wir haben unsere Kunden gefragt: Was ist Ihnen bei einer PAM-Software besonders wichtig und wo sehen Sie Verbesserungspotenziale? 

Auf diese Weise konnten wir unsere drei VISULOX-Lösungen zunehmend auf die Bedürfnisse unserer Kunden zuschneiden. Mittlerweile ist VISULOX seit fast 20 Jahren im Einsatz und wird von vielen führenden Unternehmen verwendet. 

Vor allem innerhalb der kritischen Infrastruktur und bei Unternehmen, die sensible Daten sammeln, ist PAM besonders sinnvoll. Allerdings kommen in den letzten Jahren durch die Digitalisierung zunehmend auch mittelständische Unternehmen zu unseren Kunden hinzu, die als Vorreiter im deutschen Markt agieren möchten. 

Daher wird VISULOX in vielen verschiedenen Branchen und nicht nur im IT-Bereich und der kritischen Infrastruktur eingesetzt. Stattdessen zählen wir auch Logistikunternehmen, Finanzdienstleister und Automobilzulieferer zu unseren Kunden. Durch die Anpassbarkeit lässt sich unsere Software passgenau auf Ihr Unternehmen zuschneiden. 

Wie lange dauert die Implementierung? 

Da wir unsere Lösungen kontinuierlich weiterentwickeln, konnten wir in den letzten Jahren die Etablierung unserer Software in Unternehmen deutlich schneller, einfacher und vor allem günstiger gestalten. Oftmals gelingt es uns, innerhalb von drei Tagen ein Proof of Concept und innerhalb eines Tages das Deployment vorzunehmen.

Unsere VISULOX-Lösungen teilen sich dabei in drei Unterbereiche auf: 

  • VISULOX PAM: Mit unserer PAM-Software können Sie von einer zentralen Stelle aus alle Zugriffe von internen und externen Nutzern steuern und überwachen. Ganz nach dem Motto: Wer hat was wann und wo getan?
  • VISULOX REMOTE SUPPORT: Unsere Remote Support Lösung stellt Ihnen ein zentrales Portal zur Verfügung, über das Sie Anwendungen zuweisen können, ohne eine VPN-Verbindung zu benötigen. Darüber hinaus können Sie beispielsweise Zwei-Faktor-Authentifizierungen und Zeitfenster einstellen und so einen Secure Remote Access einbaue.n
  • VISULOX Data Transfer Control: Der Datenaustausch in Ihrem Unternehmen bringt immer ein gewisses Sicherheitsrisiko mit sich. Mit unserer Data Transfer Control Software haben Sie die Möglichkeit, diesen Austausch über Regeln und Anforderungen zu steuern und selbstständig zu kontrollieren. 

Mit amitego implementieren Sie schnell & günstig eine PAM-Software

Eine gute PAM-Lösung kann Ihnen dabei helfen, Sicherheitslücken zu schließen und Ihr Unternehmen abzusichern. Verzichten Sie hingegen auf eine PAM-Lösung, vernachlässigen Sie nicht nur mögliche Sicherheitsprobleme, sondern riskieren auch Ineffizienz und Zeitverlust. 

Was ist bei einer PAM-Lösung wichtig, bzw. wann ist eine Lösung Ihr Geld wert? Sie können eine hochwertige PAM-Lösung an folgenden Kriterien erkennen: 

  1. Die Software muss zu Ihrem Unternehmen passen & nicht umgekehrt: Falls Sie für die Implementierung der Lösung zunächst alle Serverinfrastrukturen oder Clients verändern und anpassen müssen, ist nicht Ihr Unternehmen das Problem, sondern die fehlende Flexibilität des PAM-Systems. 
  2. Ein zentraler Zugriff erleichtert die Verwaltung: Auch wenn die PAM-Lösung Ihnen bei der sicheren Dezentralisierung von Strukturen hilft, sollte die Lösung dennoch einen zentralen Zugriff ermöglichen. Auf diese Weise haben Sie die Möglichkeit, alle Zugriffsrechte an einem Ort zu steuern und zu verwalten. 
  3. Dokumentation & Berichterstattung sind Pflicht: Die beste Software zur Kontrolle von Zugriffsrechten nützt Ihnen nichts, wenn sie keine Ergebnisse liefert. Eine qualitative PAM-Lösung sollte Zugriffe dokumentieren und über diese Bericht erstatten. 
  4. Die Software darf nicht mehr kosten als die zu verhindernden Datenlecks: Gerade bei mittelständischen Unternehmen sind immense Investitionen in die IT-Infrastruktur nicht leistbar, obwohl sie der Sicherheit dienen. Sie müssen jedoch auch keine gewaltigen Beträge ausgeben, um sich und Ihr Unternehmen zu schützen. 

Falls Sie auf der Suche nach einer qualitativ hochwertigen PAM-Lösung zu einem günstigen Preis sind, ist amitego die passende Anlaufstelle. Wir haben in den letzten Jahren unsere VISULOX Software immer weiter auf die aktuellen Gegebenheiten und Anforderungen unserer Kunden angepasst. 

Überzeugen Sie sich selbst und buchen Sie eine Demo! Wir freuen uns auf Ihr Feedback und ein unverbindliches Erstgespräch mit Ihnen.

Wir haben noch mehr Themen über die wir gerne schreiben.

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